Fladnitztal-Radwanderweg

Das Fladnitztal ist die direkte Verbindung der Landeshauptstadt St. Pölten mit der Wachau. Hier in dieser Ebene zwischen Traisental und Dunkelsteinerwald ist der ideale Raum für leichte Radtouren mit vielen Aussichtspunkten und zahlreichen Einkehrmöglichkeiten in vorzüglichen Gasthäusern und hervorragenden Heurigenschenken. Bei schönem Wetter ist es möglich, Schneeberg, Ötscher oder bis weit in das Tullnerfeld und ins Weinviertel zu sehen.

Ausgangspunkt dieses Radweges ist die Katastralgemeinde Hain mit der gotischen Kirche aus dem Jahre 1350. Von hier entlang der Fladnitz führt der Weg über Diendorf vorbei am Heurigenort Zagging nach Greiling und Fugging. In diesem Gebiet erinnern viele Marterl und Wegkreuze an vergangene Kriege, Seuchen und Katastrophen.

Weiters führt die Radroute vorbei an den besten landwirtschaftlichen Gründen Richtung Statzendorf (Kaufhaus, Gasthäuser, Heurigen, Arztpraxis, 2 Banken nahe dem Radweg).
In der dem hl. Markus geweihten Pfarrkirche wird das Wahrzeichen von Statzendorf, der „steinerne Brotlaib“ aufbewahrt, um den sich eine Sage rankt. In Statzendorf besteht auch ein Bahnanschluss nach St. Pölten oder Krems. Danach führt der Weg entlang der Fladnitz (diese Bezeichnung kommt aus dem slawischen blatnica und bedeutet Sumpfwasser) bis zum Industriegebiet Hohe Brücke, wo man rechter Hand zum bekannten Weinort Kuffern (Gasthaus, Heurigen, Wallfahrtskapelle Maria Elend) abbiegen kann. Hier besteht die Anbindung an den Paudorfer Radweg "Rund um den Göttweiger". Anschließend überquert der Weg die Fladnitz Richtung Westen und führt über den Flötzersteig nach Oberwölbling.

Dieser Flötzersteig ist ein uralter Verkehrsweg, der von den zu Fuß zurückkehrenden Donauflößern seinen Namen erhielt. Oberwölbling ist ein historischer Ort mit kompletter Infrastruktur wie Kirche, Schule, Kaufhaus, Arzt, Post, Reitstall, Freizeitzentrum mit Freibad, Gasthäuser, Kaffeehaus und sehr vielen Heurigenlokalen. An den Südhängen des Dunkelsteinerwaldes beginnt hier bereits der Weinbau. Zu erwähnen wäre auch der Soldatenfriedhof, der an den 2. Weltkrieg erinnert.

Weiter geht es vorbei an der Wohnhausanlage „Grubenhof“ in Richtung Westen bis zum Windschutzgürtel, wo ein sehr schöner Aussichtsplatz zu einer kleiner Rast einlädt. Anschließend führt der Radweg über die Heurigenorte Ambach und Ratzersdorf, vorbei am Heurigenort Grünz durch hügeliges Gebiet nach Schweinern, Brunndoppelhof und nach Hofstetten zum höchstgelegenen Punkt dieses Radweges (Seehöhe 412 m). Hier befinden sich sehenswerte Niedrigenergiehäuser einer Siedlungsgemeinschaft.

Danach fährt man Richtung Karlstetten ins Reiterzentrum Rosenthal, wo mehrmals jährlich Reit- u. Fahrturniere abgehalten werden. Durch Rosenthal durch erreicht man den Markt Karlstetten mit der markanten Kirche und den gepflegten Gasthäusern. Von hier aus geht es nur mehr gemütlich und kräfteschonend über Untermamau und Flinsdorf zum Ausgangspunkt nach Großhain oder in die Landeshauptstadt zurück.

Die Radroute wurde so gewählt, dass jeder Radfahrer und auch Kinder auf verkehrsarmen Strassen und Wegen gefahrlos und auch ohne besondere Kondition bei gemütlicher Fahrweise und mit einem geeigneten Fahrrad an einem Nachmittag die 30 Kilometer lange Strecke leicht bewältigt. 80% der Strecke ist asphaltiert, der Rest ist schön geschottert.

Der Radweg bindet an die bestehenden Hauptradwege der Landeshauptstadt an.
Ebenfalls besteht die Möglichkeit, in Statzendorf über Weidling, Ederding und Herzogenburg auf kürzestem Weg den Traisentalradweg zu erreichen oder in Neustift über Weyersdorf und Gansbach den Donauradweg zu befahren.

Der Radweg ist gut beschildert und benötigt keine speziellen Ortskenntnisse.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fladnitztal-Radweg